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Dez 28 Vorsätze, Wünsche, Ziele

Gute Vorsätze – jetzt fassen oder lieber lassen?

Vielleicht überlegen Sie, das Jahr 2012 mit guten Vorsätzen zu beginnen, um endlich eine „schlechte" Angewohnheit loszuwerden oder endlich das zu tun, was „gut" für Sie wäre, Sie aber bisher noch nicht getan haben: Weniger Stress bei der Arbeit, mit dem Rauchen aufhören, mehr Umsatz machen, die Firmenwebseite besser pflegen – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Aber helfen gute Vorsätze wirklich? Oder gibt es etwas Besseres?

 

Vielleicht kennen Sie folgenden Witz:

Ein gläubiger, aber armer Mann, der geholfen hat wo er kann und so manches Leid gemildert hat, kniet jeden Abend bevor er zu Bett geht nieder, faltet die Hände und betet: „Ach Herr, lass mich im Lotto gewinnen!".

Woche um Woche wiederholt er sein Gebet, „Ach Herr, lass mich im Lotto gewinnen!", bis er irgendwann ganz alt und grau geworden ist. Eines Abends, als er wieder einmal betet "Ach Herr, lass mich im Lotto gewinnen!" gibt es plötzlich ein furchtbares Donnergrollen – die Decke seines Schlafzimmers spaltet sich entzwei, ein grelles Licht strömt in den Raum und eine dröhnende Stimme ertönt:

„Nun tu mir halt den Gefallen und kauf´ Dir endlich ein Los, Herrgott nochmal!"

 

Während Gebete tiefen Glauben voraussetzen („Der da oben wird es hoffentlich für mich richten!“) und Vorsätze oft eher wolkig und unspezifisch gehalten sind (mehr dies, weniger das), können sorgfältig formulierte Ziele tatsächlich und recht verläßlich dabei helfen, Veränderungen einzuleiten. Was aber macht ein gutes Ziel aus?

 

Und noch ein Witz:

Fünf Frösche sitzen auf einem Baumstamm. Vier entscheiden sich, herunter zu springen. Wie viele bleiben übrig? Die Antwort ist ... fünf – denn es gibt einen Unterschied zwischen Entscheiden und Tun.

 

Das ist kein Witz:

Um ins Tun, in die tatsächliche Umsetzung erwünschter Veränderung zu kommen, eignet sich am besten ein Ziel, das folgende Kriterien erfüllt:

  • Das Vorhaben hat eine realistische und angemessene Göße
  • Es ist von Ihnen selbst initiiert oder wird von Ihnen aufrechterhalten, d.h. es ist unter Eigenkontrolle
  • Das Ziel ist positiv formuliert
  • Es darf keine Vergleiche enthalten, sondern muss sinnesspezifisch-konkret und im Hier und Jetzt demonstrierbar sein
  • Die Resourcen zur Umsetzung sollten vorhanden sein bzw. müssen organisiert werden können
  • Das Ziel steht in einem spezifischen Kontext (Wo, wann, was, mit wem, bis wann)

und last but not least:

  • Das Ziel muss „ökologisch" sein, d.h. das bisherige und das neue Verhalten sollten genau auf mögliche Auswirkungen in allen Kontexten untersucht werden. Was geschieht (nicht mehr), wenn Sie sich tatsächlich ein konsequentes Ausleben Ihres Zieles erlauben? Wichtig ist nämlich auch, das bisherige Tun auf einen tieferen Sinn und Zweck hin zu untersuchen. Denn den hat es zweifelsohne – sonst wäre die Veränderung bereits erreicht! Dieser tiefere Zweck muss weiterhin erfüllt sein, sonst erfolgt womöglich eine (Selbst-)Sabotage durch innere Anteile oder das Umfeld.

 

Wichtig ist auch, dass Sie Ihr Ziel sehr „attraktiv" formulieren und es sich so farbenfroh wie möglich ausmalen. Aber Vorsicht: ein Ziel, das durch seine Idealisierung ausschließlich zu einem problemorientierten Soll-Ist-Vergleich führt („Es ist jetzt nicht so, wie es sein sollte.“) kann Ihnen körperliche und geistige Blockaden bescheren!

 

Fassen – und wieder loslassen

Am besten gehen Sie deshalb wie folgt vor:

  • Das Vorhaben formulieren und den Entschluss treffen
  • Das Ziel visualisieren – immer wieder – als wäre es schon erfüllt
  • Ruhig und mit aller Intensität daran glauben, dass es wirklich wird ...
  • ... und dann wieder loslassen, lächelnd, absichtlich, absichtslos

 

Übrigens: der „Orbit der Moeglichkeiten", kann Ihnen dabei helfen, durch fantasieren, orientieren, realisieren und rekreieren Schritt für Schritt eine neue, ganzheitliche Sicht auf Ihre Ziele zu entwickeln.

 

In diesem Sinne wünscht Palast der Moeglichkeiten Ihnen ein Jahr voller konkreter Ziele und erfüllender Taten.

 

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